Anne Tanke

 

Geboren wurde Anne Tanke im Spätherbst 2005 in der Kleinstadt Sürge am Rhein, als Tochter des Möbelspediteurs Uwe Tanke, Freiherr von Rotz und der PerformanceKünstlerin Sieglinde Supermarkt.

Nach einer Ausbildung zur hauptamtlichen Gorillabesamerin und einem Studium der angewandten Biomechanik (Abschlußarbeit: die kontrovers diskutierte Abhandlung über dental-statische Aufladungen im technokratischen Grenzbereich) startete sie ein erfolgreiche, aber kurzlebige Karriere als Sportlerin. Im Hallenhalma erreichte sie Weltranglistenplatz 72. Bemerkenswert auch ihr Auftritt bei den Wanne Eickler-Stadtmeisterschaften, wo sie es bis ins Halbfinale schaffte und dort am spätern Champion Horst Fischer, nach zwei packenden Remis, einem Sieg und einer Niederlage erst im entscheiden fünften Spiel, durch eine umstrittene Disqualifikation in der Nachspielzeit scheiterte. Ihr größter Erfolg ist aber die olympische Gold-Medalie im Weitscheißen in der Disziplin Mittelhart-Freistil. (Da diese Sportart nur einmal, bei den olympischen Sommerspielen 2012 in Kasachstan, auf Grund eines Übersetzungsfehler zugelassen war, und im Anschluß direkt wieder von der Liste der akzeptierten Sportarten gestrichen wurde, wird Anne Tanke wohl auf ewig die Königin in diesem sportlichen Randbezirk bleiben.) Nach ihrem Karriereende fiel sie zwischenzeitlich in ein tiefes Loch. Sie musste sich mit Jobs als Model für eine Schamhaarfrisörin und als Aushilfe in ner Pommesbude am Essener Hauptbahnhof durchschlagen. Die Wende wurde eingeleitet durch eine Wodka-Waldmeister Session mit Fernsehmoderator Uwe Hübbner und dem Schlagerstar Ronnie Ronaldo. Nach einer vermeintlichen Schwangerschaft, die sich glücklicherweise als eiweißbedingte Lebensmittelvergiftung herausstellte, schwor sie den Alkoholeskapaden ab. Sie trat der feministischen Frauenband „Die Dreilochstuten“ als Sängerin bei und eroberte die Charts mit dem von ihr komponierten Lied „Ma Salz, du olle Fotze“. In dieser Zeit zeugte sie mit diversen Männern die unehelichen Kinder Joey Bleifrei, Rene Reifendruck (a.k.a. Parkmeister P) und 24-Stunden Volker. (unbestätigten Gerüchten zufolge trafen sich diese drei Halbbrüder, nachdem sie jahrelang nichts von ihrer gegenseitigen Existenz wussten, durch unglückliche Zufälle in einer Dönerbude in Berlin-Schöneweide und gründeten eine drittklassige Punkband…) Transmediale Selbsterkenntnis veranlasste Anne ihre Musikerlaufbahn zu beenden und nach Neuseeland auszuwandern. Dort schrieb sie den, in 37 Sprachen übersetzten, esoterischen Klassiker und Bestseller „Omlett ohne Eier“ und widmet sich heute mit Passion der Schafszucht.